Interview mit Josip K.
Josip, erzählen Sie uns etwas über sich. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen und wie hat Ihre Zusammenarbeit mit Linara FairCare begonnen?
Seit 2010 habe ich als Freiwilliger in dem Verein St. Bartolomej in Knin gearbeitet. Das ist ein Verein für Menschen mit Behinderung und Kinder mit besonderen Bedürfnissen, daher habe ich diese Arbeit lieben gelernt. Eine Freundin von mir arbeitete in Deutschland als Betreuungskraft und schlug mir vor, es ebenfalls zu versuchen, weil man gut verdienen kann und die Arbeit auch sehr menschlich ist. Im Internet fand ich mehrere Agenturen, darunter auch Linara. Also rief ich zuerst Ihre Agentur an und so begann unsere Zusammenarbeit.
Sie haben eine große Familie. Wie steht Ihre Familie zu Ihrer Arbeit in Deutschland? Was hilft Ihnen, während des Aufenthalts in Kontakt zu bleiben?
Meine Familie weiß, dass ich jetzt arbeite wegen unserer Existenz. Die Kinder müssen zur Schule und Geld braucht man immer, daher verstehen wir uns gegenseitig. Natürlich vermisse ich sie sehr, aber so ist das Leben.
Familien, bei denen Sie gearbeitet haben, betonen oft Ihre Geduld und Fürsorge. Wie erklären Sie sich das — ist es Teil Ihres Charakters oder Ergebnis Ihrer Erfahrung?
Geduld ist meine Stärke, die ich im Laufe meines Lebens gelernt habe, da ich selbst eine Person mit Behinderung bin. Ich bin kroatischer Kriegsveteran und Kriegsinvalid und habe im Krieg und in Lazaretten so viel gesehen, dass ich Geduld gelernt und verinnerlicht habe. Ohne sie könnte ich heute nicht arbeiten.
Manchmal sind die pflegebedürftigen Personen anspruchsvoll. Was hilft Ihnen, ruhig zu bleiben und nicht nervös zu reagieren? Haben Sie einen eigenen Ansatz?
Natürlich sind manche Personen sehr anspruchsvoll, aber in all den Jahren meiner Erfahrung wird man auch ein wenig Psychologe. Ich versuche, sie mit einem Lächeln und etwas Humor zu beruhigen.
Ihre Deutschkenntnisse entsprechen dem Niveau B1. In welchen Situationen ist es für Sie am schwierigsten und wie kommen Sie zurecht, wenn Ihnen ein Wort fehlt?
Es war in manchen Situationen schwierig, aber ich habe fast alles mit Humor genommen, damit die hilfsbedürftigen Personen entspannter, besser gelaunt und weniger nervös waren.
Sie sind nicht nur ein erfahrener Betreuer, sondern haben auch den IQH-Kurs und eine Schulung für die Arbeit mit demenzkranken Personen abgeschlossen. Was war für Sie am wertvollsten in diesen Ausbildungen? Haben Sie danach Ihren Ansatz verändert?
Alles in Bezug auf die Schulungen war sehr hilfreich, da ich mich derzeit bei einer Familie befinde, bei der die Großmutter vollständig dement ist. Alles, was ich gelernt habe, bedeutet mir sehr viel und hilft mir im Alltag.
Was würden Sie jemandem raten, der über eine Arbeit in Deutschland nachdenkt, aber noch unsicher ist? Womit sollte man Ihrer Meinung nach beginnen?
Menschen, die neu kommen, würde ich empfehlen, sich gut mit Geduld und Respekt gegenüber den Patienten auszustatten. Aber sie sollten sich auch Respekt verdienen, sowohl von den pflegebedürftigen Personen als auch von der Familie.
Wie bewerten Sie Ihre Zusammenarbeit mit Linara FairCare? Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
Die Zusammenarbeit mit Linara würde ich als perfekt und ausgezeichnet bewerten — mit gegenseitigem Respekt. Und mir ist am wichtigsten, dass ich sie immer und zu jeder Zeit anrufen kann, wenn wir irgendein Problem haben, das wir lösen müssen.